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Ein urheberrechtliches Lehrstück

by admin on 12. Mai 2012, no comments

Soundcloud war mir schon bekannt, und wenn auch wenig genutzt, doch geschätzt. Daß dort mehr als zwei Millionen Nutzer sind, war mir nicht bekannt. Entnommen habe ich das dem sehr lesenwerten Artikel
„SoundCloud Raining on Its Own Parade“, der sich mit der Änderungen der Nutzungsbedingungen auseinandersetzt.

Ergänzend sollte man die Kommentare auf Soundcloud lesen, dann wird das Lehrstück deutlich.

Soundcloud ist wegen der riesigen Nutzerzahl in die Aufmerksamkeit der (US-amerikanischen) Verwertern geraten, hat sich denen unterworfen und löscht ohne Vorwarnung Mixes von DJs, wegen vorgeblicher Urheberrechtsverletzung. Das es sich dabei teilweise um kleinste Anteile (3 Minuten von 2 Stunden) oder platte Fehler handelt, ist gar nicht das Wesentliche. DJ-Mixe sind ein ganz wesentlicher Weg, Musik bekannt zu machen und den Künstlern Aufmerksamkeit und damit Vergütung (die überwiegend dann doch nur die Verwerter kassieren) zu verschaffen. DJs haben soundcloud wohl überwiegend gegen Vergütung genutzt und entscheidend zum Wachstum beigetragen.

Soundcloud berücksichtigt weder das „Fair-Use“-Prinzip noch die unterschiedliche internationale Rechtslage. Wenn ein Verwerter behauptet, daß ein Urheberrechtsverstoß vorliegt, wird gelöscht. Was für eine aburde Situation. Wieder ein Beispiel dafür, daß die aktuelle Rechtslage Kreativität behindert und dringend im Sinne der Urheber und Nutzer geändert werden muß. Deutlich wird auch, daß man seine Daten tunlichst selbst hosten sollte. Entweder auf gemietetem Wepspace z.B. mit dem freien onwcloud, das inzwischen auch die Synchronisation von Dateien auf verschiedenen Rechnern beherrscht, oder auf einem eigenen Network Attached Storage.

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