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was man hier tun kann

Digitale Technik für Demokraten

by meister on 19. Dezember 2013, no comments

Hier verstehe ich darunter digitale Technik, die es den Nutzern ermöglicht, Verantwortung zu übernehmen, und die die Selbstbestimmung nur da einschränkt, wo sie in Widerspruch zu den Ansprüchen anderer gerät.

Eine Bemerkung vorweg: Es ist klar, daß im Beruf die Entscheidungsmöglichkeiten der Nutzer eingeschränkt sind; das ist nun mal mit Berufsausübung verbunden. Das Folgende gilt dann sinngemäß für die Personen, die im Betrieb über die Beschaffung von Hard- und Software entscheiden.

Entscheidend ist die Hardware. Sie muß es ermöglichen, genau die Software zu installieren, für die sich der Nutzer entschieden hat. Dann ist seine Sache, ob nur proprietäre Software oder Freie Softwäre oder eine Mischung aus beiden installiert wird.

Erfreulicher Weise gibt es inzwischen bei PCs oder Notebooks ein so vielfältiges Angebot, daß man in seiner Entscheidungsfreiheit nicht oder nur unwesentlich eingeschränkt wird.

Allerdings bemühen sich die meisten Hardware-Hersteller, der Handel und Software-Anbieter oftmals nach Kräften, dem Nutzer die Entscheidungsfreiheit zu nehmen. Bie Tablets und Smartphones ist dies weitgehend gelungen. Untertanen Technik ist entstanden.

Glücklicherweise gibt es Ausnahmen, die genutzt und gestärkt werdern sollten.

  • Da ist z.B. das Angebot freier Software für Android-Geräte von F-Droid, das in letzter Zeit deutlich gewachsen ist und inzwischen knapp 1.000 Anwendungen umfaßt;
  • Selbstbestimmung ist auch möglich bei Angeboten wie ownCloud, das die selbstbestimmte Einrichtung einer eigenen Cloud ermöglicht, oder Kolab, eine Groupware mit dem Schwerpunkt Datensicherheit und Sicherung der Privatsphäre. Auch Kolab kann man auf einem eigenen Server betreiben. Grundlage beider Angebote ist selbstverständlich Freie Software. Beide Firmen geben ihre Entwicklung an die Entwicklergemeinschaft weiter;
  • dann ist da das Bemühen um Faire Hardware. Leider ist bisher nur eingeschränkt Faire Hardware möglich. Aber die Faire Mause von Nager It kann man bestellen, das nächste Smartphone kann ja ein Fairphone sein;
  • auch im Bereich Offene Hardware gibt es Entwicklungen, die Hoffnung machen können. Das Beispiel mit der größten Breitenwirkung ist wohl das RaspberryPI, das inzwischen ja millionenfach verkauft wurde. Geplant für den Bildungsbereich hat es zu vielfältigen Experimenten angeregt. Das ist auch möglich, weil Freie Software zur Verfügung steht, mit der es betrieben und weiter entwickelt werden kann. Selbstverständlich könnte auch proprietäre Software adaptiert werden, da die Spezifikation weitgehend offen gelegt ist. Aber was kann man schon mit proprietärer Software lernen? Interessant auch, daß es inzwischen in Europa unter wenigstens halbwegs angemessenen Bedingungen gefertigt wird. – Es gibt eine Fülle vergleichbarer Geräte mit unterschiedlichem Profil, alle betrieben mit Freier Software. Das hat also durchaus schon Breitenwirkung. Vielleicht wächst da ja eine Generation heran, die sich nicht mehr mit geschlossener Hard- und Software abspeisen läßt.
  • Ein für mich besonders interessantes Gerät wird von Make.Play.Live angeboten: das Improv-Entwicklungsbord. Die Bord ist entstanden bei der Entwicklung des Vivaldi-Tablets. Bekanntlich mußten die Entwickler ja die schmerzhafte Erfahrung machen, daß man sich auf Hardware-Produzenten nicht verlassen kann, wenn man offene Hardware mit Freier Software anbieten will. Wichtig ist die modulare Konstruktion des Bords: Eine austauschbare Karte mit der CPU und einer davon getrennten Platine. Man kann die Karte mit unterschiedlichen Platinen verwenden oder durch Verwendung neuer leistungsstärkerer Karten das Gerät upgraden. DIes ist auch für das Vivaldi-Tablet geplant. Selbstverständlich steht eine Fülle Freier Software für die Entwicklung bereit.

Es lohnt sich, diese Entwicklungen zu verfolgen und sich dadurch Moglichkeiten der Selbstbestimmung auch bei dddigitaler Technik zu sichern.

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