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was man hier tun kann

Massentierhaltung PFUI, Massenfertigung digitaler Produkte HUI?

by Wromey on 18. November 2013, no comments

Zu Recht empfinden (zu wenige) Menschen Massentierhaltung als ein Verbrechen an den Tieren, der Umwelt und, wegen der Schädlichkeit der Produkte, an den Menschen und reagieren darauf, indem sie weniger Fleisch, Fleisch aus artgerechter Haltung oder gar kein Fleisch essen. Hoffentlich werden es schnell mehr. Man kann ja fast Tag jeden sehen, wie weit sich die Lebensmittelindustrie von der Produktion von Lebensmitteln verabschiedet hat und nur noch Nahrungsmittel oder gleich Dreck unter nicht akzeptablen Bedingungen produziert. Glücklicherweise kann man sich dem Produkt „Fleisch aus Massentierhaltung“ ja durch seine Kaufentscheidung entziehen.

Schwieriger wird es dann schon, wenn es um die Massenproduktion von Pflanzen geht, da man nicht oder nur sehr unzulänglich über den Gifteinsatz bei der Erzeugung informiert wird oder darüber, daß es sich um gentechnisch modifizierte Pflanzen handelt, oder darüber, daß es sich um Pflanzen handelt, durch deren Anbaubedingungen Bauern in großer Zahl z.B. in Indien in den Selbstmord getrieben werden. Man könnte das in leider noch sehr lange fortsetzen.

Hier soll es aber um die Massenproduktion von digitaler Technik gehen. Denn der kann man sich durch bewußte Kaufentscheidung leichter entziehen als den Pflanzen. Ich nehme nicht wahr, daß das z.B. bei Pädagogen ein Thema ist. VIelleicht bin ich ja auch nicht mehr zeitgemäß, weil ich denke, daß Erziehung zu nachhaltigem Handeln ein Ziel von Schule ist und LehrerInnen auch da Vorbildfunktion haben,
Sicher ist ein Grund dafür, daß das Thema fast völlig ausgeblendet ist, daß ein wässriges, stinkendes Schweinschnitzel drastisch weniger attraktiv als das neue coole Handy oder Tablet ist.

Dabei kann man doch wissen, daß viellfach die Produktion digitaler Geräte unter Bedingungen stattfindet, durch die Menschen in den Selbstmord getrieben werden. Man doch wissen, daß die Rohstoffe zum Teil hochgitftig sind und aus Kriegsgebieten kommen, daß die Transpotschiffe massiv die Umwelt verschmutzen, daß die Entsorgung nicht geregelt ist und die Altgeräte bei uns oder anderswo die Umwelt belasten, … Man kann das natürlich auch alles ignorieren.

Aber man kann doch nichts tun!? Doch, kann man. Man kann nämlich einfach sein Gerät länger nutzen, man kann Geräte kaufen, die leicht zu reparieren sind und bei denen mindestens der Akku ohne Probleme ersetzt werden kann, man kann darauf achten, daß die Geräte mit freier Software betrieben werden, Android ist das nur sehr beschränkt, die ohne kommerzielle Interessen weiter entwickelt wird und auch noch auf älteren Geräten auf den neuesten Stand gebracht werden kann. Glücklicherweise zeichnen sich weitere Handlungsmöglichkeiten ab. Z.B. das Fairphone, von dem die erste Produktionscharge ja erfreulicherweise ausverkauft ist. Auf der Webseite des fairphone-Projektes kann man sich auch vertieft über die Bedingungen der Handyproduktion fortbilden. – Warum ist so ein Text nicht mal Gegenstand im fächerübergreifenden Englisch-/Sozialwissenschaften-Unterricht? – Warum ist das nächste Handy nicht ein Fairphone? Weil es nicht so toll vermarktet wird? Es entstehen auch Projekte, die Tablets und Handys zum Ziele haben, die durch Austausch von Komponenten modernisiert werden können; daß diese Geräte dann auch leicht repariert werden können liegt auf der Hand. Es sieht so aus. als ob bald darüber berichtet werden kann.

Man kann also durchaus auch auf dem Gebiet der Massenfertigung digitaler Produkte ein wenig seiner persönlichen Verantwortung nachkommen.

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