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makeplaylive: Das Puzzle für mehr Selbstbestimmung fügt sich zusammen!

by Wromey on 23. Oktober 2013, no comments

makeplaylive ist mit dem Anspruch angetreten, für mehr Selbstbestimmung und Freiheit im Bereich der digitalen Medien zu sorgen. Die wesentlichen Teile sind:

Der Teil, mit den wenigsten Schwierigkeiten zu realisieren war, ist Plasma Active. Plasma Active, das inzwischen in der Version 4 vorliegt, ist das Graphische User Interface (GUI) der KDE Software-Kollektion, das auf die Benutzung von mobilen Geräten optimiert ist.
KDE verfolgt den Ansatz, daß auf einer möglichst großen gemeinsamen Software-Basis GUIs aufsetzen, die für bestimme Geräteklassen optimiert sind. Neben dem GUI für den Desktop-PC existieren schon eine Variante für Netbooks, Plasma Active zunächst noch für Tablet-Computer, weit gediehen ist auch das Plasma.Mediencenter.

Selbstverständlich wird auch bei Plasma-Active das innovative Konzept der Activities umgesetzt, mit dem man seinen Computer Aufgaben orientiert einrichten kann.

Der zweite, sehr komplexe Bestandteil ist Bodega. Im Blog von Aaron Seigo, der ganz wesentlich die Entwicklung mit voran treibt, wird Bodega so beschrieben:

„It is an open market for digital content.“

Was in diesem Zusammenhang open und market bedeuten, ist auf dem blog nachzulesen. Wichtige Aspekte sind, daß es hier keine Kunden gibt sondern Teilnehmer, die sowohl Anbieter als Abnehmer sein können; die Rollen Verkäufer und Käufer sind auch möglich. Die digitalen Güter können gegen Geld oder frei angeboten werden. Da sind die Anbieter völlig frei. Selbstverständlich ist Bodega freie Software. Institutionen oder einzelne Personen können auf ihren Systemen ohne Einschränkung einen eigenen „market place“ installieren und betreiben.

Bodega geht gegenwärtig in Betrieb und kann schon genutzt werden, Feinschliff ist vor der Weiterentwicklung noch zu leisten.

Der Bestandteil, bei dem es die größten Probleme gab, ist das offene Vivaldi-Tablet. 2012 schien es schon so weit zu sein, daß es angeboten werden konnte, da ein Hersteller gefunden schien, der Freie Software als Grundlage für seine Hardware nutzte, insbesondere schien auch die Treiber-Software frei zu sein. Die Anzahl der Vorbestellungen zeigte, daß ein Bedarf für Freie Hardware besteht.
Ohne makeplaylive zu informieren wurde dann die Hardware des Gerätes so geändert, daß Plasma Active nicht mehr funktionsfähig war. Es zeigte sich, daß der Hersteller keineswegs bereit war, den Quellcode vollständig offen zu legen, und der Hersteller kein wirkliches Interesse an der Zusammenarbeit hatte, da die angepeilte Stückzahl im Vergleich zu üblichen Volumina sehr klein war.

Glück im Unglück: Es wurde beschloßen, das Tablet selbst zu entwickeln und fertigen. Ein Partner wurde gefunden: rhombus-tech, ein Hersteller von Hardware, der auf die Zusammenarbeit mit mit der Freien Software Community setzt und sich verpflichtet hat, Gewinne wieder für diesen Betriebszweck zu verwenden.
Selbstverständlich ist die Entwicklung sehr schwierig, aber es geht gut vorwärts. Es besteht die Hoffnung, daß auf meinem Gabentisch ein wirklich freies Tablet landet: Freie Hardware, Freie Software und eingebunden in einen market für Freie Kultur.

Jeder Punkt kann natürlich wesentlich vertieft werden. Das habe ich mir vorgenommen.

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