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was man hier tun kann

Oh hardware, wie weit bist herunter gekommen!

by Wromey on 11. September 2015, no comments

Obwohl sie oftmals schöner aussieht, ist sie dennoch herunter gekommen und oftmals nicht mehr akzeptabel. Ich gebe zu, daß auch mich die flachen Smartphones, Tablets, Kameras, Laptops ansprechen. Aber spätetesten bei den Kameras frage ich mich, ob eine flachere Kamera auch besser nutzbar ist.

Deutlicher wird aber der skandalöse Zustand der meisten Hardware, wenn ich an die Hardware denke, mit der ich meine Arbeit mit dem eigenen Rechner begonnen habe. Diese Recher konnte ich noch selbst zum Beispiel beim Speicher aufrüsten. Die Festplatte und Grafikkarte konnten durch leistungsfähigere ersetzt werden, selbst der Prozessor war aktualisierbar. Ausstattung mit CD- und DVD-Laufwerken, die auch durch leistungsfähigere ersetzt werden konnten, war selbstverständlich. Mit ein wenig handwerklichem Geschick war der Rechner gut reparierbar. Selbstverständlich war der Akku zu ersetzen. Dadurch konnte man den Rechner lange funktiosfähig halten, Ressourcen wurden geschont.

Und heute? Ich kenne kein Tablet, bei dem der Nutzer den Akku selbst ohne Schwierigkeiten ersetzen kann. Bei Samsung war bisher der wechselbare bei den Smartphones standard, beim iPhone selbstverständlich nicht. Ausgerechnet bei seinem Spitzensmartphone ist Samsung davon abgegangen: Der Nutzer brauche keinen wechselbaren Akku, als wenn weltweit überall Stromversorgung vorhanden wäre, und auch keine Speichererweiterung! In Klebstoff eingegossen sind die Geräte nur durch eine Fachwerkstatt mit großem Aufwand zu reparieren, wenn überhaupt. Diese Entwicklung hat inzwischen auch die Laptops erreicht. Hauptsache flach und elegant. Nachhaltigkeit? Was ist das; fair gewonnene Materialien? Fairer Kaffee reicht; verantwortbare Entsorgung oder Wiederverwendbarkeit? Das bringt doch keine Arbeitsplätze. – Und selbst Leute, die sich eigentlich Gedanken machen, kaufen das. Man muß sich nur mal anschauen, welche Smartphones Poltiker der Linken oder der Grünen verwenden.

Dabei würde die weitere Verkleinerung der digitalen Bausteine besser als in der Vergangenheit ermöglichen, digitale Geräte zu bauen, die nicht klobig und dabei nachhaltiger sind. Man wüßte nur wollen. – Was die Hersteller statt dessen wollen, ist, daß die Geräte möglichst schnell ersetzt werden. Ein Gerät, das man unaufwändig aufrüsten oder reparieren kann, würde natürlich nicht so schnell ersetzt. Das würde sich aber für die Hersteller nicht rechnen. Sie müssten dazu durch die Verbraucher oder durch den Gesetzgeber gezwungen werden. Ansätze dazu gibt es ja wohl bei der Entsorgung; das muß aber auch durchgesetzt werden.

Erfreulich ist, daß das neue Fairphone auch auf bessere Reparierbarkeit ausgelegt ist und man es auch aufrüsten können soll. Das ist ein weiterer wichtiger Schritt hin zu größerer Fairness. Man kann nur hoffen, daß es genug Leute gibt, die das durch Kaufen würdigen

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