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Privatheit und diaspora*

by Wromey on 9. März 2015, no comments

Heute wurde in diaspora auf eine Artikel mit der Überschrift Why you shouldn’t use Diaspora if you care about privacy verlinkt, in dem sich der Autor zu der Aussage

Diaspora provides way less privacy and data safety than even Facebook

verstieg. Ich denke, er hat weder facebook noch diaspora* verstanden.

Ihm scheint nicht klar zu sein, daß der Betriebszweck von facebook das Geldmachen mit den Daten der Nutzer ist. Mit welcher Funktionalität das geschieht, ist für die facebook-Besitzer völlig gleichgültig, Hauptsache, es bringt genug Geld. Wenn dafür sicherste Verschlüsselung das Mittel wäre, würde sie eingesetzt. Wenn sich eine Funktionalität als nicht mehr nützlich für das Geldmachen erweist, wird sie verändert oder abgeschafft; oder der Dienst gleich ganz eingestellt ohne Rücksicht auf die Nutzer.

Das hat mit dem Ansatz von diaspora* nichts zu tun. Bei diaspora* ist der Betriebszweck eben nicht das Geldmachen mit den Daten der Nutzer, sondern das Bereitstellen von Funktionen eines sozialen Netzwerkes auf der Basis Freier Software mit der Möglichkeit, die Software selbst zu installieren und, wenn man das will, in ein Netzwerk einzubinden. Das die Einbindung in ein Netzwerk dazu führt, daß man die Kontrolle über seine Beiträge abgibt, insbesondere wenn sie öffentlich gekennzeichnet werden, ist klar. Wenn ich etwas als öffentlich poste, mache ich das, um möglichst große Reichweite zu erzielen. Da ist es mir auch recht, wenn der Beitrag in Suchmaschinen auftaucht.
Will ich das nicht, poste ich den Beitrag so, daß er nur für bestimmte Leute sichtbar ist. Dann muß ich mich ggf. darauf verlassen können, daß die den Beitrag nicht weitergeben. Das muß ich aber auch, wenn ich eine verschlüsselte Email schicken, da gibt es ja auch Wege, das öffentlich zu machen.
Mir ist nicht bekannt, das Beiträge an Nutzer, die auf einem anderen Netzknoten sind, sofort öffentlich würden.

Mit der Frage, der Privatheit hat das alles nichts zu tun. Sicher, diaspora* muß in weiter entwickelt werden. Dabei müssen selbstverständlich auch Fragen der Sicherheit angegangen werden. Beiträge wie der verlinkte, sind dafür aber hinderlich. Ich frage mich, ob die Absicht des Autors nicht war FUD zu streuen.

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