Da war ich mal schnell genug!

Die Nachfrage nach dem Freien Tablett-Computer Spark war so groß, daß keine Vorbestellungen mehr möglich sind.

Gut, daß es mehr als erwarted Leute gibt, denen digitale Freiheit wichtig ist.

COICA, SOPA, PIPA, ACTA

…the acronyms may change, but the threat to Internet freedom remains”, heißt es im Artikel The Walking Dead: SOPA and ACTA Will Rise Again, den ich im beachtenswerten shareble Net gefunden habe.

Quelle: http://www.flickr.com/photos/37642844@N03/6869115953/in/photostream

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Frei zu sein bedarf es wenig? Im Gegenteil!

Ein Stückchen mehr Freiheit wird aber in der Digital-Technik möglich sein. Wie hier angekündigt, wird es ab Mai 2012 einen Tablett-Computer geben, auf dem fast ausschließlich Freie Software läuft. Fast ausschließlich, weil es äußerst schwer ist, die Hardware-Hersteller zur Freigabe der Treiber-Software zu bewegen. Da ist aufwändiges Reverse Engeneering angesagt. Übrigens sind Verstöße gegen die GPL bei den Hardware-Herstellern wohl an der Tagesordnung.

Das Tablett kommt mit bescheidener Hardware-Ausstattung aber mit vorinstalliertem Plasma-Active, das auf Linux aufsetzt. Da es sich um ein Gerät handelt, das dem Nutzer seine Freiheit läßt, kann man aber ohne Probleme auch andere Software installieren.

Rund um das Gerät soll eine Infrastruktur entstehen, über die Freie Inhalte und Anwendungen angeboten werden. Selbstverständlich ist die zugehörige Software ebenfalls Freie Software, so daß es z.B. Schulen über eine eigene Infrastruktur möglich sein wird, eigene Materialien bereit zustellen. Man ist da nicht Kunde, sondern Nutzer.

Wenn man dann noch die Möglichkeiten von owncloud nutzt, ist Selbstbestimmung in wichtigen Bereichen möglich.

Das ist mir so wichtig, daß ich hier meine Vorbestellung abgegeben habe.

Opendata

Auf den Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung habe ich zwei Dossiers zu wichtigen Bereichen der digitalen Kultur gefunden:

Die freie Verfügbarkeit über öffentlich finanzierte Daten ist höchstens erst in Ansätzen gesichert, zu Suchmaschinen
hatte ich mich hier schon geäußert.

Datenfresser

Die Datenfresser heißt das Buch, in dem man lernen kann, wie das Geschäftsmodell von facebook, google und Co. funktioniert. Man ist bei denen nicht der Nutzer, sondern die Ware. Und da wird alles gemacht, um die Ware zu verkaufen. Umsonst ist eben doch nur der Tod. Dabei ist es förderlich, daß die Daten oftmals außerhalb des deutschen Rechtraums gelagert werden.

Auf der zum Buch gehörenden Webseite finden sich Hinweise, wie man die Selbstbestimmung über seine Daten behalten oder auch wieder gewinnen kann.

Adolf LawPa Sauerland hier abgwählt!

Das ist hier sicherlich ein Erfolg.

Aber nur, weil vielleicht einige der Leute gemerkt haben, daß man durch Handeln etwas verändern kann.

Ich fürchte, LawPa stand für eine Politik, die die Mehrheit der Bürger hier wünschen: Quatschmarke, Autobahnverbreiterung, Loveparade, … LawPa Sauerland hat nur das Pech gehabt, daß in seine Zeit als OB die Katastrophe fiel. Ich möchte nicht wissen, wie viele der Abwähler von heute über ihn her gefallen wären, wenn er die Loveparade abgesagt hätte. Inzwischen ist ja bekannt, daß z.B. das Verhalten der Presse bei der Fälschung der Teilnehmerzahlen Züge von organisiertem Verbrechen trägt. LawPas Fehler war, die Übernahme von Verantwortung nicht wenigstens gefakt zu haben.

Es scheint mir sicher, daß als Nachfolger jemand gewählt wird, der die gleiche gegen die Bürger gerichtete Politik betreibt, aber nicht LawPas Pecht hat.

Lesen!

Ich habe ja jetzt die Zeit dafür!

Wer etwas tiefer in Erfahrungen zur Freien Software, die auch Demokratie-Fragen sind, einsteigen möchte, findet Lesestoff auch hier:
Open-advice

Datensouveränität ein Stück leichter geworden!

Wodurch? Vor wenigen Tagen ist owncloud 3.0 erschien und hat wieder einen großen Schritt nach vorne gemacht. Auf der homepage kann man owncloud online erproben.

Selbstverständlich ist owncloud Freie Software und wird deshalb Freie Software bleiben. Natürlich gibt es noch Probleme, die wohl insbesondere durch die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Browser entstehen. Im neuen Support-Forum gibt es aber fast immer schnelle Hilfe (oder ich kann anderen helfen).

Also Dropbox usw. sage ich bald Tschüß.

Lesen: Blödmaschinen!

Da ich seit Beginn des Jahres viel mehr frei verfügbare Zeit habe, kann ich mir auch ein Buch mit 782 Seiten gönnen, bei dem mich schon der Titel angesprochen hat: Blödmaschinen – Die Fabrikation der Stupidität – von Markus Metz und Georg Seeßlen.

Es beginnt so:

`Das Denken gehört zu den größten Vergnügungen der menschlichen Rasse’, sagt der Galileo Galilei bei Brecht. Mag sein. Aber wie bei allen Vergnügungen gilt es hier drei Dinge zu beachten: Ersten muß man es sich leisten können. Zweitens sind andere Vergnügungen schneller, bequemer und ungefährlicher zu haben. Und Drittens gibt es immer jemand, der etwas dagegen hat. Denn Denken hat, auch wenn man es nicht immer gleich bemerkt, im Gegensatz, sagen wir, zum Verspeisen einer Sacher-Torte, die Tendenz, nicht vollständig berechenbare Folgen zu haben.

Ergänzendes findet sich hier.

Noch etwas: Das Buch ist in Rechtschreibung geschrieben! Ein Segen.

Blähsprache

Neulich hier im lokalen Fernsehen:

Wegen des Sturms wurde nicht etwa eine Rheinbrücke gesperrt, nein der Uniformierte sagte, es sei eine Querungshilfe gesperrt worden.

Gesperrt vermutlich für Verbrennungsmotor getriebene Bewegungshilfen. Züge sind wohl Schienengebundene Bewegungshilfen? Sollen es demnächst Aufnehmhilfen statt Gabeln sein? Speisengeeignete Trennungshilfen statt Messer?

Was soll diese Blähsprache, die sich nur wichtig macht?

In einem Fall hätte ich allerdings Verständnis: Wenn von DVG- (oder DB)-Pünktlichkeit statt Unpünktlichkeit gesprochen würde.